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Zitate über Deutschland und die Deutschen |
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Nachbarn Deutschlands |
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„Kein zweites Land in Deutschland
grenzt an so viele Nachbarstaaten
– größere und kleinere, ärmere und reiche,
romanische, germanische und slawische. Sie alle werden – ob
sie es nun wollen oder nicht – mehr oder weniger stark von
Deutschland beeinflusst:
wirtschaftlich sowieso, politisch wieder nachhaltiger als früher,
aber auch kulturell.“
Maxim Gorski: Gebrauchsanweisung für
Deutschland
Piper Verlag, München. 2007, Seite 7
„Maxim Gorski hat Recht: In Europa ist Deutschland
das einzige Land, das mit neun anderen Staaten eine gemeinsame Landgrenze
hat: Dänemark, Polen, die Tschechische Republik, Österreich,
die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande.
Und im Zusammenleben der Nationen ist das wie im Privatleben: Jede
Nachbarschaft bedeutet eine potenzielle Freundschaft,
aber auch einen potenziellen Konflikt
In der deutschen Geschichte war
früher die Neigung zum Konflikt leider viel größer
als die zur Freundschaft. Heute
spricht sehr viel dafür, dass sich das nachhaltig zum Positiven
geändert hat.“
Niels von Eisenhart Rothe, Coach, S&W
Training in Meersburg
Seminarangebote |
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Nachkriegszeit |
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„Wenn es nach dem 8. Mai 1945 in Westdeutschland
bei Gewerkschaften, Sozial-, Frei- und Christdemokraten eine Gemeinsamkeit
gab, dann war es diese: Nichts sollte wieder so sein, wie es unter
Hitler war. Allzu viele Gewissheiten gab es nicht mehr, und wenn
überhaupt, dann diese eine: Der Bruch mit der Nazi-Vergangenheit
sollte möglichst radikal und unumkehrbar vollzogen werden.“
Gabor Steingart: Deutschland. Der Abstieg
eines Superstars
Piper Verlag, München, Zürich. 2004, Seite 155
Die Bundesrepublikverstand sich als wirtschaftlicher Riese und
politischer Zwerg. Große Politik überließ man Amerikanern
und Franzosen, die Deutschen verlegten sich aufs Geldverdienen.
Die moralischen Lasten der Vergangenheit und der Verlust an politischem
Einfluss in der Welt wurden kompensiert durch ökonomische Potenz.“
Nikolaus Piper: Willkommen in der Wirklichkeit.
Wie Deutschland den Abstieg vermeiden kann
Deutscher Taschenbuch Verlag, Müchen. 2004, Seite 9
„Die Aufsicht der Siegermächte brachte den Deutschen
das Schlimmste und das Beste, das sie nach dem Krieg erfouhren.
Das Schlimmste war die Teilung des Landes, die vierzig Jahre lang
unüberwindbar blieb, …
Das Beste, das Sieger stifteten, erhielten die Westdeutschen: Demokratie
und eine Wirtschaftsorganisation, die ihnen die Entfaltung ihrer
Fähigkeiten und die Nutzung ihrer Möglichkeiten erlaubte.“
Peter Bender: Zweimal Deutschland. Eine ungeteilte
Nachkriegsgeschichte
Pantheon-Verlag. München, 2009, Seite 28 f.
„Dass dieses Objekt der Siegermächte innerhalb weniger
Jahre wieder in ein Subjekt des eigenen Geschicks und in einen maßgeblichen
Akteur des Weltgeschehens verwandeln konnte, mag zwar für Historiker
gut zu begründen sein – lässt sich aber in Wahrheit
eben doch nur als Wunder begreifen.“
Markus Krischer: Das ewige Provisorium, in:
FOCUS Chronik, 30.03.2009: Das Stehauf-Land. 60 Jahre Bundesrepublik,
Seite 7
„Denn was mit der Währungsreform von 1948 einsetzte,
war eine Erfolgsgeschichte fast ohne Beigeschmack. Anders als in
manchen früheren Phasen konjunkturellen Aufschwungs –
im Unterschied etwa zu den viel zitierten ‚Goldenen Zwanzigern’,
die der Misere der Weimarer Republik für kaum eine halbe Dekade
etwas Glanz verliehen, im Unterschied auch zur mittleren Hitler-Zeit,
die eine Mehrheit der damaligen Volksgenossen noch lange nach 1945
als ‚die guten Jahre vor dem Krieg’ in Erinnerung behalten
wollte – wies nun auch die gesamte politische Entwicklung,
jedenfalls für die Westdeutschen, in eine positive Richtung.“
Norbert Frei: Die langen Fünfziger
in: Sommer, Theo (Herausgeber): 60 Jahre Bundesrepublik im Spiegel
der ZEIT
Zeitverlag, Hamburg. 2009, Seite 18 |
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Nacktheit |
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„Nudity in Germany is something many kids
grow up with. It often happens that families wander around at home
with nothing on – no big deal. …
There is no automatic connection made between nakedness and sex.”
Susan Stern (Herausgeberin): Meet United Germany
Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt am Main, 1992, Seite
153 |
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Nationalbewusstsein der Deutschen |
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„Selbst der europafreundlichste Italiener,
Pole oder Schwede würde sich niemals in erster Linie als Europäer
sehen, er trüge vielmehr seine nationale Identität mit
Stolz. Nur die Deutschen behaupten immer wieder inbrünstig,
dass nationale Identität ein alter Hut sei.“
Steve Crawshaw, Direktor Human Rights Watch
London in DER SPIEGEL 51/2004, Seite 36 |
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Nationalstolz |
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“.. there is no way fort he German nation
to escape the historical burden of responsibility for the holocaust.
The German people cannot be proud of Beethoven and forget Hitler’s
crimes against humanity.”
Jeffrey E. Garten: A Cold Peace. Amrica, Japan,
Germany, and the Struggle for Supremacy
Times Books, New York. 1999, Seite 59 |
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Neues Deutschland |
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„Das 20. Jahrhundert endete mit dem Gefühl,
dass die Deutschen zu sich gefunden haben. Wunden heilten, Grenzen
wurden für endgültig erklärt, Einigkeit erzielt,
Ängste zerstreut. Im aufrechten Gang atmen die Deutschen leichter.
Sie sind stolzer, lockerer. Das sind tiefgreifende Veränderungen,
die Jahrzehnte dauerten. Sie bilden sich nicht so leicht wieder
zurück.“
Roger Cohen: German Angst
In: Süddeutsche Zeitung Magazin, 20.03.2009, Seite 26 |
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Ordnung |
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„Ich sehe in Deutschland
auch ein sehr starkes, positiv besetztes Bewusstsein für Ordnung.
Der Nachteil dieser Tugend ist eine starke Neigung zu Hierarchien
und dem Bedürfnis, alles zu
kontrollieren. Das Ergebnis
ist eine Blockade von Innovation und Kreativität. Aus Unternehmensperspektive
ist das eines der Kernprobleme, die Deutschland
anpacken muss, wenn es wirtschaftlich weiter wachsen will.“
Richard Barrett, Unternehmensberater, in:
Blau / Selene: German Dream. Träumen für Deutschland
Deutscher Taschenbuch Verlag, München. 2007, Seite 51
„Unbegreiflich, aber wahr: In Deutschland
gibt es tatsächlich Menschen, die sich Regeln und Vorschriften
selbst dann unterordnen, wo deren Einhaltung nicht überwacht
wird.“
Maxim Gorski: Gebrauchsanweisung für
Deutschland
Piper Verlag, München. 2007, Seite 93
„Hier spricht Gorski einen wichtigen und
scheinbar widersprüchlichen Punkt an: Wie kann es sein, dass
ausgerechnet die Deutschen so außerordentlich sicherheitsorientiert
und risikoscheu erscheinen, wo es doch Deutschland
war, das vielfach – und ganz besonders in der ersten Hälfte
des 20. Jahrhunderts so viel Unsicherheit,
Aggression und Zerstörung über seine Nachbarn gebracht
hat?
Die Antwort liegt nicht im "obwohl", sondern im "gerade
weil". Beim aggressiven und zerstörerischen Deutschland
des I. und II. Weltkriegs handelte es sich ja nicht um demokratische
Staaten, deren Handeln durch Mehrheitsentscheidungen legitimiert
war.
Viele Deutsche waren in diesen Kriegen nicht oder nicht nur Täter.
Als Individuen waren sie auch und oft sogar überwiegend Opfer.“
Niels von Eisenhart
Rothe, Coach, S&W Training in Meersburg
Seminarangebote
„Im Verlauf seiner Geschichte...
hat Deutschland
so viele Zeiten der Wirren erlebt, dass es die Segnungen der Ordnung
schätzen gelernt hat.“
Maxim Gorski: Gebrauchsanweisung für
Deutschland
Piper Verlag, München. 2007, Seite 95
„Ich sehe in Deutschland
auch ein sehr starkes, positiv besetztes Bewusstsein für Ordnung.
Der Nachteil dieser Tugend
ist eine starke Neigung zu Hierarchien und dem Bedürfnis, alles
zu kontrollieren. Das Ergebnis
ist eine Blockade von Innovation und Kreativität.“
Richard Barrett, Unternehmensberater, in:
Blau / Selene: German Dream. Träumen für Deutschland
Deutscher Taschenbuch Verlag, München. 2007, Seite 56
„Germans believe good procedures and processes
solve most problems and give order paramount importance to create
general well-being.”
Richard D. Lewis: When Cultures Collide. Managing
Successfully Across Cultures
Nicholas Brealey, London. 2000, Seite 205 |
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Ost- und Westdeutschland |
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„The histories of the two Germanies are
so different that parallel divisions could only be arbitrary. The
only similarity between the histories is that they are both 40 years
long.
The two histories have a common beginning: The immediate aftermath
of the war. They have a common end: German unification.”
Susan Stern (Herausgeberin): Meet United Germany
Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt am Main, 1992, Seite
25
„Und was an Deutschland so beeindruckend ist, das ist das
Zusammenkommen von Ost und West nach so vielen Jahren.“
Richard Barrett, Unternehmensberater, in:
Blau / Selene: German Dream. Träumen für Deutschland
Deutscher Taschenbuch Verlag, München. 2007, Seite 56
„Nach wie vor hat die ostdeutsche Bevölkerung
ein anderes Staatsverständnis: Bei den Vorstellungen von der
richtigen Rolle des Staates … Vor die Wahl gestellt, ob in
erster Linie der Staat die Verantwortung
für die Bürger übernehmen sollte oder die Bürger
soweit wie möglich selbst, entscheidet sich in Ostdeutschland
(anders als im Westen) eine knappe Mehrheit für den Staat.
49 Prozent der Ostdeutschen plädieren zudem für eine größere
staatliche Einflussnahme auf die Wirtschaft.“
Renate Köcher: Vertrauen erodiert. WirtschaftsWoche,
06.10.2008, S. 45
„Annähernd die Hälfte der ostdeutschen
Bevölkerung
vertritt die Auffassung, dass Ziele
wie soziale Gerechtigkeit durchaus auch mit der Verringerung von
Freiheitsspielräumen verfolgt werden sollten – eine Auffassung,
der sich nur jeder vierte Westdeutsche anschließt. Auch heute
ist das Freiheitsstreben im Osten weniger ausgreifend, die Zahl
der Freiheiten
geringer, die als unverzichtbar
gelten.“
Renate Köcher: Vertrauen erodiert. WirtschaftsWoche,
06.10.2008, S. 45 |
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Ostpolitik der Regierung Willy Brandt |
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„Den Kern der Ostverträge mit Moskau,
Warschau und Prag bildeten jeweils Gewaltverzichts- und Grenzanerkennungsverträge
von wenigen Artikeln: die äußerst belasteten Beziehungen
zu diesen drei Staaten sollten so endlich normalisiert werden. Der
Kniefall des Bundeskanzlers Willy Brandt vor dem Denkmal für
die Opfer des Warschauer Ghettos verdichtete die moralische Dimension,
die angesichts
der schweren Hypotheken aus der NS-Vergangenheit und der deutschen
Verbrechen nicht
gering geachtet werden darf. …
Schwierig ist es, den Anteil
zu ermessen, den die neue Ostpolitik an der überraschenden
deutschen Vereinigung des Jahres 1989/90 hatte. War das Konzept
eines ‚Wandels durch Annäherung’ eine subversive
Tat gegen die kommunistische Diktatur in der DDR?“
Edgar Wolfrum: Aufruhr und Zuversicht
in: Theo Sommer m(Herausgeber): 60 Jahre Bundesrepublik im Spiegel
der ZEIT
Zeitverlag, Hamburg. 2009, Seite 132 f. |
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